Vientiane ist die Hauptstadt von Laos – nicht so laut und chaotisch wie Bangkok oder Phnom Penh.
Eher beschaulich, soweit man das von Städten in Südostasien sagen kann.
Aber auch in ruhigen Orten erlebt man manchmal erstaunliche, lustige Begegnungen.
Zuvor waren wir zufällig Zeugen eines Festes in der Nähe unseres Hotels, dem Lao Plaza, geworden, wo wir unter anderem den „Original(?)-Gangnam-Style“ bewundern durften.
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Danach wollten wir den Abend noch mit einem kleinen Absacker in einer Bar ausklingen lassen.
In einer eher ruhigen Straße sahen wir noch eine beleuchtete Bar – so spät war es gar nicht, vielleicht gegen neun – und nahmen auf der Terrasse Platz.
Nach einem Getränk folgte dann ein letzter „Scheidebecher“ – dachten wir.
Am Nebentisch wurde die Runde geselliger, man kam ins Gespräch, und bald saßen wir mitten in einer fröhlichen Gesellschaft aus deutsch- und englischsprachigen Gästen.
Bei der Vorstellung wurde es interessant:
Ein gut gelaunter Amerikaner, wohl in den späten Sechzigern, behauptete steif und fest, er heiße Santa. Santa Claus.
Da sein Äußeres tatsächlich recht überzeugend wirkte – es fehlte nur der rote Mantel – beließen wir es dabei und hatten einen ausgesprochen amüsanten Abend mit dem Weihnachtsmann.

Mit am Tisch saß auch ein Forstwirt aus Deutschland.
Santa fragte ihn nach seinem Namen.
„Tobias“, antwortete er. Santa brach in schallendes Gelächter aus, prustete:
„Two beers! The best name I ever heard!“
Klar – für amerikanische Ohren klingt Tobias eben wie Two Beers.
Wir hatten einen tollen Abend mit Santa, Tobias – und deutlich mehr als zwei Bieren.

Fazit
Manchmal sind es nicht die Sehenswürdigkeiten, die in Erinnerung bleiben,
sondern Abende mit Fremden, die für ein paar Stunden zu Freunden werden.
Und vielleicht trifft man Santa ja wirklich öfter, als man denkt –
nur eben ohne Rentier.
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