Auf dem Weg über den legendären Transfăgărășan – hier, so heißt es, sollte man Bären entdecken.
Auf dem Hinweg haben wir keine gesehen, also nahmen wir auf dem Rückweg einen kleinen Umweg … und hatten tatsächlich Glück.

Es ist faszinierend, diesen Tieren so nah zu kommen – aber bitte: nicht füttern und nicht aussteigen!
Das Füttern hatte bereits die Familie im Wagen vor uns übernommen.
Auf dem Hinweg hatten wir keine Bären entdeckt, was uns schon ein wenig geärgert hatte – schließlich hatten uns diverse Touristen von ihren Sichtungen erzählt.
Umso mehr hat sich der kleine Umweg dann gelohnt: Bären in freier Natur – beeindruckend, kraftvoll, und doch erstaunlich ruhig.
In Rumänien leben heute viele Bären, vor allem in den Karpaten.
Zur Zeit des Sozialismus waren einige osteuropäische Regierungschefs leidenschaftliche Bärenjäger.
Der rumänische Diktator Nicolae Ceaușescu (1918–1989) soll über 1.000 Bären erlegt haben – Tiere, die ihm von Helfern regelrecht vor die Flinte getrieben wurden.
Um seinen Jagderfolg zu sichern, wurden Bären sogar in Zuchtgehegen „vorgepäppelt“, um Nachschub für seine Jagdleidenschaft zu garantieren.
Das Aussteigen ist übrigens wirklich gefährlich:
In den rumänischen Karpaten kam es wiederholt zu Angriffen.
Tragisch war der Fall eines italienischen Motorradtouristen, der auf der beliebten Bergstraße Transfăgărășan filmte, als ihn eine Bärin attackierte.
Kurz zuvor hatte er die Tiere noch auf Facebook gepostet.
Das verdächtige Tier wurde später von den Behörden erschossen.
Solche Geschichten erinnern daran, dass diese Begegnungen faszinierend – aber eben auch wild sind.
Respekt ist hier der beste Begleiter.
Hier der link zu dem Video:
Schreibe einen Kommentar